
Artgerechte Haltung
🐾 Hallo, ich bin Schnurri…
… und ich möchte euch meine Geschichte erzählen.
Eigentlich begann mein Leben wie das vieler kleiner Katzenkinder. Ich wuchs mit meiner Mama und meinen Geschwistern auf. Wir haben zusammen gespielt, gerauft, gekuschelt und geschlafen. Es war immer jemand da.
Doch dann kam der große Tag: Ich durfte in mein neues Zuhause ziehen.
Meine neuen Menschen hatten wirklich an alles gedacht. Ein gemütliches Bettchen, tolles Spielzeug, leckeres Futter und natürlich mein eigenes Katzenklo. Sie spielten viel mit mir, streichelten mich und gaben sich große Mühe.
Eigentlich hätte ich glücklich sein müssen.
Aber etwas fehlte.
Eine andere Katze. Ein Freund. Jemand wie ich.
Am Anfang ließ ich mir nichts anmerken. Ich spielte und spielte und spielte. Schließlich war ich ein kleines Katzenkind und hatte jede Menge Energie.
Aber wenn meine Menschen keine Zeit hatten, war plötzlich niemand mehr da.
Niemand, dem ich erzählen konnte, was ich gerade erlebt hatte. Niemand, mit dem ich durch die Wohnung flitzen konnte. Niemand, der meine Katzensprache verstand.
Und abends fehlte mir jemand, an den ich mich kuscheln konnte. Jemand, der mich putzte, mit mir rang und mir auf diese ganz besondere Art Nähe gab, wie es eben nur Katzen untereinander können.
Also begann ich, mir andere Beschäftigungen zu suchen.
Ich biss meinen Menschen spielerisch in die Füße und wartete darauf, dass sie mitmachten.
Fanden sie irgendwie nicht lustig.
Also kletterte ich an ihren Beinen hoch.
Auch nicht gut.
Die Vorhänge sahen interessant aus …
Offenbar ebenfalls die falsche Idee. 🙈
Immer öfter wurde mit mir geschimpft.
Dabei wollte ich doch gar nicht böse sein.
Ich war einfach ein Katzenkind, das einen Spielkameraden brauchte.
🐾 Plötzlich wollte mich niemand mehr
Irgendwann wurde ich weggebracht.
Ich verstand die Welt nicht mehr.
War ich wirklich so schlimm? War mit mir etwas nicht in Ordnung? Warum wollte mich niemand mehr haben?
Nach meiner Ankunft wurde ich zunächst untersucht. Der Tierarzt schaute mich ganz genau an und stellte schließlich fest:
Ich bin vollkommen gesund.
Also konnte es daran auch nicht liegen.
Und dann sagte eine liebe Frau etwas zu mir, das ich damals noch gar nicht verstehen konnte:
„Keine Sorge, Kleine. Jetzt wird alles wieder so, wie es für ein Katzenkind sein sollte.“
Kurz darauf wurde ich wieder in eine Transportbox gesetzt.
Oh nein, dachte ich.
Was passiert denn jetzt schon wieder?
Als die Tür der Box schließlich aufging, traute ich meinen Augen kaum.
Vor mir lag ein riesiges Zimmer – mit Kratzmöglichkeiten, Kuschelplätzen und Spielzeug.
Doch all das interessierte mich plötzlich überhaupt nicht mehr.
Denn da war …
EIN ANDERES KATZENKIND! ❤️
Ungefähr so groß wie ich.
Ich wollte mich gerade vorsichtig vorstellen, da kam es schon auf mich zugerannt.
Und dann passierte etwas Unglaubliches:
Es biss mich spielerisch in die Pfote!
ENDLICH verstand mich jemand!
Natürlich ließ ich mir das nicht zweimal sagen.
Wir rannten los.
Wir jagten uns.
Wir kugelten übereinander.
Wir versteckten uns.
Wir rauften.
Und irgendwann lagen wir völlig erschöpft nebeneinander und schliefen ein.
Seit diesem Tag war plötzlich alles anders.
Ich war nicht mehr das „anstrengende“ Katzenkind.
Ich durfte einfach wieder das sein, was ich eigentlich die ganze Zeit gewesen war:
ein ganz normales, verspieltes Katzenkind.
❤️ Und dann bekam ich ein Versprechen
Meine Menschenmama erzählte mir irgendwann, dass ich bald in mein richtiges Zuhause ziehen würde.
Im ersten Moment bekam ich große Angst.
Bitte nicht wieder alleine!
Doch sie nahm mich auf den Arm und versprach mir:
„Keine Angst. Du wirst nie wieder ohne einen passenden Katzenfreund leben müssen. Wir werden dafür sorgen.“
Und wisst ihr was?
Da wusste ich plötzlich:
Jetzt wird alles gut.
🐾 Warum wir unsere Kitten nicht in Einzelhaltung vermitteln
Katzenkinder lernen unglaublich viel voneinander.
Sie spielen miteinander, testen ihre Grenzen, kommunizieren, kuscheln, putzen sich gegenseitig und lernen im gemeinsamen Spiel, wie fest man beispielsweise beißen oder kratzen darf.
Ein Mensch kann seinem Kätzchen sehr viel Liebe schenken.
Ein Hund kann ein wunderbarer Freund sein.
Und auch eine ältere Katze kann Gesellschaft bieten.
Aber sie können einen passenden kätzischen Sozialpartner nicht immer ersetzen – besonders während dieser wichtigen und aufregenden Entwicklungsphase.
Deshalb ist es uns bei Maine Coon vom Elfenerbe besonders wichtig, dass unsere kleinen Schätze auch nach ihrem Auszug passende Katzengesellschaft haben.
Ein Kitten soll bei uns nicht einfach nur ein schönes Zuhause bekommen.
Es soll ein Zuhause bekommen, in dem es langfristig glücklich sein kann. ❤️
Deshalb ziehen unsere Kitten bevorzugt zu zweit aus oder zu einer bereits vorhandenen, passenden und sozial verträglichen Katze.
Denn am Ende ist unser größter Wunsch ganz einfach:
Unsere kleinen Elfen sollen geliebt werden – von ihren Menschen und von einem Freund, der ihre Sprache spricht. 🐾❤️
Katzen brauchen Menschen.
Aber Katzen brauchen auch Katzen.
Und manchmal ist das schönste Geschenk, das wir ihnen machen können, nicht noch ein Spielzeug, ein größeres Körbchen oder der schönste Kratzbaum …
sondern einen Freund fürs Leben. 🐾